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Auf dieser Seite gibt es Beschreibungen und Tipps zum Motorradreisen.

Neben den allgemeinen Tourtipps, also den Hinweisen, was man beachten sollte, wenn man mit dem Motorrad verreisen will, findet Ihr Reiseberichte zu bereits gemachten Touren.
Ihr habt schon fertige Berichte? Schon im Web? Dann verratet mir doch einfach dem Link dahin. 

Das Touren durch die grandiose Bergwelt der Alpen ist immer etwas Besonderes. Wälder, Berge, Seen, Passstraßen und unterschiedliche Kulturräume bieten auf einer solchen Tour reichhaltige Abwechslung. Langeweile kommt nie auf.

Damit eine Alpentour aber auch wirklich zu einem Vergnügen wird, sollte man unbedingt ein paar Dinge beachten:

Streckenplanung

Manche Strecken und Pässe sehen auf der Landkarte eher kurz aus. In Wirklichkeit ist die Wegstrecke aber länger und geht steil bergauf oder bergab. Und gerade das Fahren über Pässe ist auf Dauer doch recht anstrengend. Deshalb sollte man unbedingt darauf achten, die einzelnen Etappen angemessen auszuwählen. Zeitnot ist in den Alpen die schlechteste Voraussetzung für eine schöne Tour. Wie gesagt: das Fahren durch die Bergwelt kann sehr anstrengend sein. Deshalb immer wieder Pausen einplanen. Am besten ein paar Sehenswürdigkeiten und/oder Aussichtspunkte in die Route einbauen. Davon gibt es jede Menge und die Pause wird unterhaltsam.

Gutes Kartenmaterial erleichtert die Planung. Empfehlen kann ich die Toursets vom ADAC - für Mitglieder kostenlos.

Fahrweise

Vorausschauende Fahrweise ist in den Bergen besonders wichtig. Wer einen Überblick über die nächsten 200 – 300 Meter hat, erlebt weniger Überraschungen.

Bei Bergabstrecken Bremsen schonen! Immer den Gang wählen, mit dem die Bremsleistung des Motors am besten ausgenutzt wird, also wenig zusätzliches Bremsen erforderlich ist. Wenn Bremsbeläge, -scheiben oder -flüssigkeit überhitzen, geht jegliche Bremswirkung verloren. Die Folgen sind meist fatal.

Achtung in Tunnels und Galerien. Diese sind oftmals unbeleuchtet und sich abrupt ändernde Lichtverhältnisse rauben einem schon einmal die Sicht.

Weidevieh läuft in der Regel unbeaufsichtigt über das Weideland. Dabei wechselt es auch schon mal die Straßenseite – natürlich ohne vorher links und rechts zu schauen. Die Verantwortung liegt hier beim Motorradfahrer.

Kolonnenfahrt

Normalerweise wird empfohlen:

Bei kleinen Gruppen:

Jeder achtet auf seinen Hintermann -> wenn dieser fehlt, bleiben alle stehen und warten.

Diese Regelung ist bei kleinen Kolonnen noch praktikabel. Man stelle sich aber mal eine Kolonne mit mehr als 20 Motorrädern vor. Da fahren die ersten an der Ampel los, 10 kommen durch und warten dann kurz hinter der Ampel auf die restlichen 10 Biker. Wenn dann alle zusammen sind geht es zur nächsten Ampel. So wird das sicher kein witziger Ausflug.

Auch auf freier Strecke ist diese Methode schwierig. Man stelle sich vor, der letzte Fahrer bleibt zurück. Der 19te bleibt daraufhin stehen. Das bemerkt der 18te, wird langsamer und bleibt irgendwann ebenfalls stehen. Bis der Fahrer des vordersten Bikes irgendetwas von alledem bemerkt, ist er schon 500 Meter weiter. Aller Biker haben sich nun gleichmäßig auf einen halben Kilometer verteilt keiner weiß was los ist. Diese Situation kennen viele, die schon mal in größeren Gruppen unterwegs waren.

Bei großen Gruppen:

Hier eine Methode, die selbst mit extrem großen Kolonnen hervorragend funktioniert:

Jeder achtet auf seinen Hintermann -> wenn dieser fehlt, fährt die Kolonne unbeirrt weiter, bis sie von der aktuellen Strecke abbiegt.

Nur der letzte Biker (der, dessen Hintermann verschwunden ist) bleibt als Wegweiser an dieser Abbiegestelle stehen und wartet auf die Fehlenden. Alle anderen fahren einfach wie geplant weiter.

Bei der nächsten Abbiegestelle bleibt dann wieder nur der "letzte" (hat ja nun auch keinen Hintermann mehr) als Wegweiser stehen usw.

Mit dieser Methode können die Zurückbleibenden einfach ihrer momentanen Fahrtstrecke folgen bis sie auf den "Wegweiser" stoßen. Dieser weiß, wohin die Kolonne abgebogen ist und übernimmt die Führung bis zum nächsten "Wegweiser" ...

Der Vorteil hierbei -> nicht die Ganze Kolonne bleibt ständig stehen, sondern die Kolonnenspitze bleibt in Bewegung und die Nachzügler können durch das Wegweiserprizip die Kolonne schnell wiederfinden und aufschliessen. Alle haben weniger Warterei und deutlich mehr Fahrspaß. Diese Methode funktioniert auch mit Gruppen von 100 Bikes klaglos.

Probiert die vorgeschlagene Regelung mal aus. Ihr werdet sehen, alle haben mehr Spaß.

Die anderen Dinge wie:

  • Jeder sollte wissen, wohin die Tour führt und wo pausiert wird.
  • Es wird nicht nebeneinander gefahren.
  • Es wird immer seitlich versetzt gefahren.
  • Innerhalb der Kolonne behält jeder seinen Platz bei. Innerhalb der Kolonne wird also nicht überholt!
  • An Ampeln stehen immer 2 Motorräder nebeneinander.
  • Getankt wird immer von allen Bikes -> egal wieviel Sprit der Einzelne noch hat.
sind wohl jedem soweit bekannt, daß man darüber kaum noch etwas schreiben muß

Ausrüstung

Der Check aller sicherheitsrelevanten Teile vor Fahrtantritt versteht sich ja von selbst.

In Österreich ist das Mitführen eines Verbandskastens auch für Motorräder Pflicht. Kleine Taschen, die im Gepäck wenig Platz wegnehmen und diese Vorschrift erfüllen, bietet der Motorradhandel für ca. DM 20,--. Der Inhalt ist nach der DIN 13 167 zusammengestellt. Eine solche Verbandstasche sollte man eigentlich immer dabei haben – nicht nur in Österreich.

Einige Passstraßen führenden Motorradreisenden auf Höhen bis 2500 und mehr Meter. Selbst im Sommer kann es hier oben noch empfindlich kalt sein. Unbedingt wärmende Kleidung tragen, denn wenn man erst einmal richtig ausgekühlt ist, verliert man schnell die Konzentration und die Kontrolle.

Beim Beladen des Motorrades mit Gepäck unbedingt auf die maximale Zuladung und die Verteilung des Gewichtes achten. Es sollten nur zugelassene Packsysteme verwendet werden. Das Festzurren des zusammengerollten Schlafsacks mit Opas Gürtel am Tank ist nicht mehr zeitgemäß. Ein Tankrucksack ist einem Koffersystem in der Regel vorzuziehen. Wenn das Motorrad nur Hinten beladen wird, wird das Vorderrad zu sehr entlastet und verliert dann schon mal die Bodenhaftung. Nicht gerade angenehm. Und natürlich darf die Lenkbarkeit des Motorrades und die Sicht auf die Instrumente durch Gepäckstücke nicht beeinträchtigt werden.

Links

Tornanti Info zu Alpenpässe

Reiseplanung Der Tourenplaner

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